Lehrstuhl für Finnougristik
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ferencIm vergangenen Semester am Institut für Finnougristik der Ludwig-Maximilians-Universität München hatte ich die Gelegenheit, zwei Ungarischkurse zu unterrichten: eine Anfängergruppe und eine fortgeschrittene Gruppe, deren Teilnehmende bereits zuvor Ungarisch gelernt hatten. Beide Gruppen zeigten große Motivation und Offenheit, was eine sehr angenehme und bereichernde Lernatmosphäre schuf.
Im Unterricht standen vor allem die ungarischen Sprachkenntnisse im Mittelpunkt. In der Anfängergruppe ging es um den Aufbau solider grammatischer Grundlagen, die Erweiterung des Grundwortschatzes und das Üben einfacher Kommunikationssituationen. In der fortgeschrittenen Gruppe lag der Schwerpunkt auf differenzierter Ausdrucksweise, komplexeren Sprachstrukturen und flüssiger, sicherer mündlicher Kommunikation. Die theoretischen Inhalte wurden durch interaktive Aufgaben, Partner- und Gruppenarbeit sowie gemeinsame Diskussionen ergänzt.
Der Unterricht beschränkte sich dabei nicht nur auf Grammatik und Wortschatz. Ich habe bewusst Themen zur ungarischen Kultur und Gesellschaft in den Unterricht eingebracht. Dabei behandelten wir historische und gesellschaftliche Besonderheiten, kulturelle Traditionen sowie literarische und alltagsbezogene Fragestellungen. Damit bedeutete das Sprachenlernen nicht nur das Erlernen der Sprache selbst, sondern auch das Kennenlernen der Kultur, sodass die Studierenden Ungarisch in seinem kulturellen und gesellschaftlichen Kontext besser erleben konnten.
Beeindruckend war die respektvolle und kooperative Atmosphäre, die sich im Laufe des Semesters entwickelte. Der Unterricht war ein wechselseitiger Austausch, bei dem die vielfältigen Perspektiven und aktiven Beiträge der Studierenden den Lernprozess wesentlich bereicherten.
In einem so inspirierenden wissenschaftlichen Umfeld zu unterrichten, war für mich sowohl fachlich als auch persönlich sehr bereichernd. Für diese Möglichkeit und die Zusammenarbeit mit den Studierenden und Kolleginnen und Kollegen bin ich sehr dankbar.

 Ferenc Miklós Mészáros


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