Lehrstuhl für Finnougristik
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2015/16 Master

Inhalt

 

Eine Kopie des gedruckten KVZ ist hier abrufbar.

Hinweis: Auf dieser Seite findet Ihr lediglich die Veranstaltungen für Studierende im Masterstudiengang aufgelistet. Die Masterstudenten sind bei Interesse auch in den Veranstaltungen für Studierende im Bachelorstudiengang herzlich willkommen!

 

 1. Studienjahr

Modul 1: Die gegenwärtige Sprachwissenschaft

P 1.1 Sockelvorlesung: Aktuelle Theorien in der Linguistik
Schulze
Fr 10-12

Zielgruppe: Master

In der Vorlesung soll ein Überblick über gegenwärtige Trends in der Theoriebildung zum Gegenstand ‚Sprache‘ gegeben werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk weniger auf einem ‚Abarbeiten‘ der unterschiedlichen Ansätze, also vielmehr darauf – ausgehend von einer exemplarischen Illustration dieser Ansätze – das Gemeinsame und Trennende herauszuarbeiten und wissenschaftstheoretisch ebenso zu kontextualisieren wie wissenschaftssoziologisch. D.h., es geht nicht nur um die Präsentation einzelner Vorschläge zur Modellbildung von ‚Sprache‘, sondern auch darum herauszuarbeiten, was die bedingenden Faktoren für die jeweilige Modellbildung sind. In diesem Sinne soll auch eine Typologie ‚aktueller Theorien‘ versucht werden, wobei folgende Fragestellungen in den Fokus gestellt werden: (a) woher stammt die jeweilige Theorie  (Wissenschaftsgeschichte), (b) was sind die Ziele, (c) wie ist die Theorie organisiert (Modellarchitektur) und (d) worauf wird sie angewendet (Gegenstandsbereich der Theorien)? Illustriert und damit vergleichbar werden sollen die unterschiedlichen Ansätze mittels eines einheitlichen Satzes von Sprachdaten, der ebenso aus indogermanischen wie nicht-indogermanischen Sprachen stammt. Mittels dieser Fragen sollen auch methodische Aspekte der ‚Theoriebildung zur Sprache‘ an sich angesprochen werden (was ist eine Sprachtheorie, welche Anforderungen muss sie erfüllen und wie wird sie erstellt?).

Im Zentrum stehen nicht-generativistische Ansätze, ohne dass aber das sog. Chomsky-Paradigma vernachlässigt werden soll. Zur Sprache kommen daher vor allem funktionalistische und kognitivistische Ansätze (von der revidierten Version der ‚Functional Theory of Language‘ über Modelle, die den unterschiedlichen ‚Cognitive Grammars‘ (einschließlich Construction Grammars) zugrunde liegen, bis hin zu soziokognitiven, soziokulturellen und soziopragmatischen Theorien zur Sprache. Eine spezifische Betrachtung erfahren Hypothesen zu einer ‚Framework-free grammatical theory‘ und damit zum theoretischen Hintergrund mancher Spielarten der Sprachtypologie. Mit dem Faktor ‚Sprachtypologie‘ eröffnet sich auch die Dimension ‚Sprache als Universalie‘ vs. ‚Sprachen als Partikularien‘.

Weitere typologische Parameter der Zuordnung einzelner theoretischer Ansätze stellen u.a. folgende Faktoren dar: (a) Sprache als fait historique, (b) Sprache als fait social, (c) Sprache als fait culturel und (d) Sprache als fait cognitif. Ein weiterer Klassifikationsfaktor werden die methodischen Verfahren sein, die sich tatsächlich oder vermeintlich aus den jeweiligen Theorien ableiten, und in denen sich das jeweilige theoretische Moment praktisch substantiiert.

nach oben

P 1.2 oder P 3.2 Fachspezifische Übung zur Sockelvorlesung
Kolloquium Aktuelle Probleme der Finnougristik
Skribnik
Mi 14-16, 14-tägig

Zielgruppe: Master

In diesem Kolloquium werden neue Fachliteratur, die aktuellen Fragestellungen der modernen Sprachwissenschaft und ihre Anwendung in der Finnougristik vorgestellt und besprochen. Als Vorbereitung auf die Abschlussprüfung werden Studierende und Doktoranden ihre Forschungsergebnisse vorstellen; darüber hinaus werden Mitarbeiter und Gäste des Instituts Berichte von Konferenzen, Forschungsreisen und anderen Veranstaltungen halten.

nach oben

Modul 4: Finnisch-ugrische Sozio- und Ethnographie

P 4.1 Grundzüge der finnougrischen Soziolinguistik und Ethnographie I: Finnischugrische Völker in ethnographischer Hinsicht
Skribnik
Di 12-14

Zielgruppe: Master, SLK

In dieser Vorlesung werden im Bezug auf finnougrische Sprachen verschiedene soziolinguistische Fragestellungen betrachtet: dialektale und soziolektale Gliederung der finnougrischen Sprachen, finnougrische Literatursprachen und die Geschichte der Sprachnormierung, juristische Regelung der Mehrsprachigkeit in europäischen Staaten mit finnougrischen Minderheiten und in Russland; aktuelle Minderheitenpolitik in den finnougrischen Ländern Ungarn, Finnland, Estland; finnougrische Minderheiten in Russland und die Geschichte der russischen Minderheitenpolitik; bedrohte finnougrische Sprachen.

Polyvalent als:
BA: P 9.1 Grundzüge der finnougrischen Soziolinguistik und Ethnographie Teil 1

nach oben

Modul 5: Aktuelle Probleme der Hungarologie und Fennistik

P 5.1 Aktuelle Probleme der Hungarologie
Kelemen
Do 10-12

Zielgruppe: Master, SLK

Die Hungarologie beschäftigt sich mit der Forschung und der Vermittlung der ungarischen Kultur. Im Fokus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung stehen folgende Teildisziplinen: Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Bildende Künste, Musik und Folklore. Das Ziel der Veranstaltung ist es, die aktuellsten Fragestellungen, Forschungen und Errungenschaften der einzelnen Teilbereiche darzustellen. Ein besonderer Akzent wird auf die Vorstellung der wichtigsten ausländischen Unterrichts- und Kulturzentren der Hungarologie
gesetzt.

Im Weiteren wird ein chronologischer Überblick über die ungarische Kultur (Literatur, Bildende Künste und Musik) gegeben.

Im Rahmen der Veranstaltung werden die verschiedenen Strategien des Unterrichts des Ungarischen als Fremdsprache kritisch diskutiert. Unter anderem wird die Geschichte der ungarischen Lehrbücher für Ausländer vom Mittelalter bis in unsere Tage untersucht.

Leistungsnachweis: Regelmäßige aktive Mitarbeit, mündliche Vorträge und Abschlussklausur.

 

nach oben

Modul 6: Die kleineren uralischen Sprachen

P 6.1 Kleine Sprachen im Masterstudium: Chantisch I
Schön
Do 16-18

Zielgruppe: Master, BA, SLK

Dieser praktische Kurs bietet Einblicke sowohl in den Surgut-Dialekt der chantischen Sprache als auch in die Methoden der Dokumentationslinguistik mit bedrohten Sprachen. Das Surgut- Chantische wird in Nordwest-Sibirien entlang den Flüssen Tromagan, Pim sowie Jugan gesprochen und gehört zu den Ost-Dialekten des Chantischen. Der Kurs vermittelt Grundlagen der Phonetik, Morphologie und Syntax des Surgut-Chantischen durch Transliteration und Transkription von Rätseln mit dem Programm ELAN. Die so gewonnenen digitalen Daten werden zum Import in eine Datenbank vorbereitet (glossiert und übersetzt).

Polyvalent als:
BA: WP 11.1.2 Strukturkurs Kleine Sprache Teil 1


P 6.1 Estnisch I
Palosaar
Z.n.V.

Estnischunterricht für Anfänger ohne Vorkenntnisse. Es werden folgende Aspekte behandelt: Alphabet, Aussprache, Personalpronomina, Konjugation im Präsens, Genitiv, Nominativ Plural, Possessivpronomen, Imperativ, innere und äußere Lokalkasusformen (Illativ, Inessiv, Elativ, Allativ, Adessiv, Ablativ), Partitiv Singular, ma- und da-Infinitiv.

Lehrbuch: Kitsnik, Mare & Kingisepp, Leelo 2011. Sprachkurs Plus. Anfänger. Estnisch -
systematisch, schnell und gut. Berlin: Cornelsen Verlag.

Leistungsnachweis: Regelmäßige und aktive Teilnahme sowie Bestehen der Abschlussklausur.

nach oben

P 6.1 Estnisch III
Palosaar
Z.n.V.

Fortsetzung des Kurses Estnisch II.

Die vorhandenen Sprachkenntnisse werden erweitert und vertieft. Neben den grammatikalischen Schwerpunkten (z.B. Ordinalzahlen, Partitiv Plural, Komparativ, Superlativ, Konditional, Imperfekt, Perfekt, Plusquamperfekt) stehen kommunikative Fähigkeiten im Fokus.

Lehrbuch: Kitsnik, Mare & Kingisepp, Leelo (2011), Sprachkurs Plus. Anfänger. Estnisch - systematisch, schnell und gut. Berlin: Cornelsen Verlag

Leistungsnachweis: Regelmäßige und aktive Teilnahme sowie Bestehen der
Abschlussklausur.

nach oben

P 6.1 Marisch I
Bradley
Mo 16-18

Dieser Kurs liefert eine Einführung in die marische (tscheremissische) Sprache, sowohl von theoretischem und praktischem Blickwinkel. Es wird sowohl die deskriptive Grammatik der Sprache behandelt und die Analyse marischsprachiger Texte erlernt, wie auch der rudimentäre aktive Sprachgebrauch. Die marische Grammatik wird dabei mit den Grammatiken anderer uralischer Sprachen (z.B. Finnisch, Ungarisch) kontrastiert, es sind jedoch keine Kenntnisse dieser Sprachen zur Teilnahme erforderlich.

Lehrmaterialien: Diverse Materialien, welche sich auf der Webseite www.mari-language.com finden, vor allem: Riese, Timothy; Bradley, Jeremy; Yakimova, Emma; Krylova, Galina 2010–: Оҥай марий йылме: A Comprehensive Introduction to the Mari Language. Wien: Universität Wien. Es wird in der Veranstaltung jedoch eine neuere
Fassung als jene, welche sich auf dieser Webseite findet, zur Verfügung gestellt.

Leistungsnachweis: Regelmäßige und aktive Teilnahme sowie Bestehen der Abschlussklausur

nach oben

WP Ungarische Lektüre mit Konversation III
Kelemen
Mo 12-14, 14-tägig

Die Lehrveranstaltung beginnt in der zweiten Vorlesungswoche!

Im Rahmen der Veranstaltung werden Prosatexte aus der Periode der ungarischen literarischen Moderne gelesen, interpretiert und übersetzt. Bei der Untersuchung bzw. Besprechung der Texte werden sprach- literatur- und kulturhistorische, soziolinguistische sowie stilistische Aspekte berücksichtigt.

Sehr gute Ungarischkenntnisse erforderlich.

Leistungsnachweis: Regelmäßige aktive Mitarbeit und die Bearbeitung der Übungsaufgaben.

nach oben

WP Ungarische Konversation und Grammatik
Gombos
Z.n.V.

Ergänzung, Wiederholung und Vertiefung der ungarischen Grammatik.
Konversationsübungen anhand ausgewählter Texte der ungarischen Literatur sowie aktueller Pressetexte. Stilistische und ästhetische Fragen, verschiedene Situationen des Alltagslebens, Sprachspiele in der geschriebenen und in der Umgangssprache, Hörverstehen. Sprach- und Kulturvermittlung: Alltagskultur der Gegenwart.

nach oben

2. Studienjahr

Modul 3: Schwerpunkte der gegenwärtigen Sprachwissenschaft

P 3.1 Ausgewählte Schwerpunkte der gegenwärtigen Sprachwissenschaft I

Bei Bedarf bitte Möglichkeiten mit Jeremy Bradley (J.Bradley@lmu.de) besprechen.

 

nach oben

nach oben

P 3.2. Kolloquium Vertiefung Finnougristik
Skribnik
Mi 14-16, 14-tägig

Zielgruppe: Master

In diesem Kolloquium werden neue Fachliteratur, die aktuellen Fragestellungen der modernen Sprachwissenschaft und ihre Anwendung in der Finnougristik vorgestellt und besprochen. Als Vorbereitung auf die Abschlussprüfung werden Studierende und Doktoranden ihre Forschungsergebnisse vorstellen; darüber hinaus werden Mitarbeiter und Gäste des Instituts Berichte von Konferenzen, Forschungsreisen und anderen Veranstaltungen halten.

nach oben

 

Tutorien und Konversationskurse

siehe Angebot im Bachelorstudium

 

nach oben